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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei ALBA Berlin: Gesund am Arbeitsplatz

2015_02_Fokus_Aufmacher

Das Thema Gesundheitsförderung hat einen hohen Stellenwert bei der ALBA Berlin GmbH, die seit über 45 Jahren als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb in der Bundeshauptstadt Berlin Dienstleistungen, Entsorgungsservice und Containerdienst für alle Abfallarten anbietet.

Deshalb hat das Unternehmen, das zum Recycling- und Umweltdienstleister ALBA Group gehört , sich für das neue BGM-Dienstleistungspaket von Bauerfeind entschieden, das gezielt auf die Prävention von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und der Venen bei den Mitarbeitern ausgerichtet ist.

Premiere bei der ALBA-Tochter AWT (Abfall- und Wertstofftransport GmbH & Co. KG) am Hultschiner Damm in Berlin: Am 1. April 2015 kurz vor 11.00 Uhr vormittags – teils zu Beginn, teils am Ende ihrer Schicht – treffen die Mitarbeiter, die an der BGM-Maßnahme teilnehmen wollen, im Besprechungszimmer ein. Drei Messstationen stehen für sie bereit. Zuerst füllt jeder von ihnen einen Fragebogen mit allen für die Untersuchung relevanten persönlichen Daten aus. Dann aber heißt es, Schuhe und Strümpfe ausgezogen und ruhigen Schrittes die Messplatte überquert. Das computergestützte Fußdruckmesssystem BODYTRONIC 100 bestimmt die individuellen Belastungspunkte des Fußes. Dann werden auch noch die Hosenbeine hochgekrempelt: Eine Bauerfeind-Mitarbeiterin legt oberhalb des Knöchels die Sensoren des kabellosen Licht-Reflexions-Rheographie-Systems BODYTRONIC 200 auf und misst die Venenfunktion. Als letzte Station folgt eine Rückenanalyse, bei der das Messteam mittels klassischer sporttherapeutischer Methoden Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule und den Beckenstand beurteilt. Auch die oberen Extremitäten werden in diesem Zuge untersucht. Ein kurzer Vortrag zu Sinn und Zweck der Maßnahme mit Tipps dazu, was der Einzelne selbst für seine Gesundheit tun kann, rundet die Veranstaltung ab.

Qualitätspartner übernimmt Messungen und Versorgung

Bei fast allen Terminen sind für die Messungen zusätzlich mehrere Mitarbeiter des Bauerfeind-Qualitätspartners „Seeger hilft“ vor Ort. Dieses mit über 45 Filialen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt vertretene Sanitätshaus übernimmt auch die aufgrund der Untersuchungsergebnisse erforderlichen Versorgungen. „In einem ähnlichen Maßstab wie jetzt mit Bauerfeind bei ALBA haben wir schon bei verschiedenen Unternehmen Gesundheitstage mit Venen- und Fußdruckmessungen sowie Informationen zum Nutzen von Hilfsmitteln durchgeführt“, verweist „Seeger hilft“-Marketingleiter Felix Peste auf die Erfahrungen seines Sanitätshauses in diesem Bereich. „Unter anderem bieten solche Projekte uns eine gute Möglichkeit , Zugang zu einer Zielgruppe zu gewinnen, die von sich aus eventuell kein Sanitätshaus aufsuchen würde, für die eine Versorgung mit entsprechenden Hilfsmitteln aber ein gesundheitlicher Vorteil wäre. Und aus Sicht der Betriebe wird es wegen des Mangels an Nachwuchskräften und einer Struktur mit relativ vielen alten Mitarbeitern immer wichtiger, das vorhandene Personal gesundheitlich zu fördern.“

Streng vertrauliche Auswertung

Wie die Untersuchungen und Gespräche am Hultschiner Damm und einen Tag später auch bei der ALBA-Tochter ACT (Abfall Container Transport GmbH & Co. KG) in der Montan­straße zeigen, empfiehlt sich bei einem Großteil der Mitarbeiter eine Versorgung mit einer orthopädischen Einlage, einer Aktivbandage oder einem medizinischen Kompressionsstrumpf. „Die entsprechenden Empfehlungen gehen zusammen mit den ausgewerteten personenbezogenen Daten an die Betriebsärztin, die der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt – und nur an sie“, betont Christian Weyer, Bereichsleiter Gesundheitsmanagement der Bauerfeind AG. „Der Arbeitgeber erhält als Dokumentation eine anonymisierte Gefährdungsbeurteilung mit Handlungsempfehlungen.“

Steuerlich absetzbares Komplettpaket

Wenn die Betriebsärztin aufgrund ihrer ärztlichen Bewertung die vorgeschlagene Versorgung befürwortet , erhält der Mitarbeiter das entsprechende Hilfsmittel von „Seeger hilft“. Die Kosten dafür sind mit der von ALBA für die Maßnahme pro Mitarbeiter gezahlten Pauschale bereits abgegolten. Das Unternehmen seinerseits kann das an aktuellen Arbeitsschutzvorgaben orientierte Dienstleistungspaket steuerlich absetzen.
Das Feedback der Mitarbeiter im Anschluss an die Screenings ist durchgehend positiv: „Manche der festgestellten gesundheitlichen Probleme kennt man vielleicht schon, aber hier wird ja über die Untersuchung hinaus gleich kurzfristig, beispielsweise in Form von Bandagen, Hilfe angeboten“, betont etwa der Disponent Wolfgang Leonhardt. „Es ist gut , dass hier für den Arbeitnehmer bzw. in erster Linie für den Menschen etwas getan wird.“ Kraftfahrer Michael Neumann ergänzt: „Wenn man zehn Jahre oder mehr bei jedem Wetter draußen ist , geht das einfach an die Gesundheit. Schon allein deshalb ist so eine Maßnahme wichtig.“ Auch der Betriebsratsvorsitzende Detlef Lange hat an der Maßnahme teilgenommen und befürwortet sie, wobei er betont , dass alle Bereiche – beispielsweise auch bei der ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze – zusammenwirken müssen, damit für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter etwas erreicht wird.

Gesundheit spielt eine zentrale Rolle

Bernd-Rüdiger Worm, Geschäftsführer der ALBA Berlin GmbH, erläutert , warum er sich für das BGM-Dienstleistungspaket von Bauerfeind entschieden hat: „Im Vordergrund steht für uns die soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Schutz ihrer Gesundheit spielt eine zentrale Rolle. Die positiven Auswirkungen sind vielfältig: Wer gesund ist , der ist auch allgemein zufriedener und motivierter. Und auch wir als Unternehmen profitieren von einem wirkungsvollen und nachhaltigen Gesundheitsschutz, zum Beispiel durch weniger krankheitsbedingte Ausfälle oder eine geringere Fluktuation.“ Der Geschäftsführer ist zufrieden mit dem Verlauf der Startphase des Projekts: „Aufgrund der guten Resonanz werden wir die aktuellen Maßnahmen, die wir zunächst innerhalb unserer zwei Tochterunternehmen AWT und der ACT angeboten haben, zukünftig weiter auf die gesamte ALBA Berlin GmbH ausdehnen, die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Perspektivisch ist das Projekt auch für weitere Gesellschaften innerhalb der ALBA Group interessant.“ Die Betriebsärztin Dr. Ruth Wünsch beurteilt das Gesundheitsprojekt ebenfalls positiv: „Diese Aktion ist ein sehr guter Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit, insbesondere angesichts der doch körperlich stark beanspruchenden Tätigkeiten der ALBA-Mitarbeiter. Ich werde bei meiner betriebsärztlichen Arbeit weiterhin gezielt auf diese Maßnahmen hinweisen.“

Bilder: Anika Büssemeier