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Fräseinlagen mit Bodytronic ID:CAM: „Die Entscheidung war genau richtig“

Orthopädieschuhmachermeisterin Iris Rahm bei der Einlagenmodellierung mit Bodytronic ID:CAM.

Die Spörer AG mit Hauptsitz in Ingolstadt , einer der größten Dienstleister für Hilfsmittel aus dem Bereich der Orthopädie- und Rehatechnik in Süddeutschland, setzt schon seit jeher auf zukunftsorientierte Fertigungsweisen. Künftig sollen alle 13 Unternehmensstandorte von Bodytronic ID:CAM profitieren, der Bauerfeind-Systemlösung zur Versorgung mit individuell modellierten Fräseinlagen.

Josef Greipl, Fachbereichsleitung Orthopädietechnik, Spörer AG.

„Das Angebot von Bauerfeind vor etwa anderthalb Jahren kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Josef Greipl , Fachbereichsleitung Orthopädietechnik bei der Spörer AG. „Wir waren gerade dabei zu überlegen, ob wir die Frästechnik verstärken und in eine hausinterne Fräsanlage investieren sollten. Da kam die Anregung, doch mal Bodytronic ID:CAM zu testen. Die Idee, Einlagen bei uns im Haus zu modellieren und bei Bauerfeind fräsen zu lassen, hat uns sofort angesprochen. Denn so eine Fräsanlage ist ja keine kleine Investition.“
Gesagt , getan. In den Chiemgauer Filialen Rosenheim und Traunstein testete der Orthopädietechnikermeister die webbasierte Plattform ein Dreivierteljahr lang „auf Herz und Nieren“. „Das hat so gut funktioniert , dass wir künftig an allen zwölf Spörer-Standorten in Bayern sowie in der Filiale in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt a. M. damit arbeiten werden“, berichtet Josef Greipl. „Bodytronic ID:CAM ist wirklich eine zukunftsorientierte Fertigungsform“, freut sich der 38-Jährige. „Man hat einen digitalisierten Abdruck, der am PC modelliert wird, und die Einlage ist dann jederzeit auf Knopfdruck wieder replizierbar. Alle handwerklichen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter in Ehren, aber wenn der Patient sagt , er kommt mit der Einlage super klar und will exakt die gleiche noch mal , dann ist das mit Bodytronic ID:CAM eben ohne weiteres möglich.“

Deutlich mehr Möglichkeiten

Fräseinlagen werden bei Spörer stark nachgefragt.Doch die exakte Reproduzierbarkeit ist nur einer der Vorteile für Josef Greipl. „Das Modellieren mit der Systemlösung klappt wirklich gut. Ich habe früher bereits mit GloboCAD Expert gearbeitet , aber Bodytronic ID:CAM bietet deutlich mehr Möglichkeiten“, sagt der Fachbereichsleiter. Ob nun das Quergewölbe erhöht werden soll , ein Zehensteg gesetzt werden muss oder eine Fersenentlastung konfiguriert werden soll – für den Bearbeiter stehen zahlreiche Module zur Verfügung, um die optimale kundenindividuelle Einlage zu modellieren. Damit die Flut der Möglichkeiten für die bearbeitenden Kollegen überschaubar bleibt , hat Josef Greipl zusammen mit einem Orthopädieschuhtechnikermeister und mit Unterstützung von Orthopäden zwei Spörer-Grundmodelle vordefiniert. „Es gibt ein Grundmodell für Gesundheitsschuhe und eines für Alltagsschuhe. Und dann variieren die Kollegen natürlich je nach Kundenbedürfnis beim Einlagenmaterial , der Grundstärke, den Elementen, den Bezugsstoffen etc.“, erklärt er.

Fräseinlagen werden bei Spörer stark nachgefragt.Mit Bodytronic ID:CAM kann das Unternehmen höchst effizient agieren: Die erforderlichen Messdaten werden in den einzelnen Filialen mit einem Fußscanner erfasst. „Lediglich wenn unser Außendienst in Heimen oder bei den Patienten vor Ort unterwegs ist , kommen Trittschäume zum Einsatz, die wir dann wiederum einscannen“, so Josef Greipl. Die Messdaten werden in das System importiert und die passenden Einlagen im Hauptgeschäft in Ingolstadt modelliert.

 

Wirtschaftliches Arbeiten, gleichbleibend hohe Qualität

„Durch das zentrale Modellieren erreichen wir immer eine gleichbleibende Qualität. Mit dem System arbeiten zwei bis drei Personen, die denselben Standard haben. Eine einheitliche Linie bei unserer Fräseinlagenversorgung war uns ganz wichtig.“ Spörer verwendet das Profil „Professional“, d. h. die Einlagen werden in Ingolstadt komplett konfiguriert und modelliert und gehen dann online direkt in die Produktion bei Bauerfeind. „Durch das externe Fräsen hat sich natürlich auch unsere Lagerware extrem reduziert“, schildert Josef Greipl einen willkommenen Nebeneffekt. Und er ergänzt gleich einen weiteren Vorteil: „Die Systemlösung entlastet unseren Innendienst. Durch die Schnittstelle zu unserer Verwaltungssoftware können verschiedene Funktionen miteinander verknüpft werden. So bekommen wir auch gleich automatisch alle Informationen zur richtigen Hilfsmittelnummer und der erforderlichen Zuzahlung.“ Bei den künftig erwarteten 500 bis 700 Fräseinlagen pro Monat bedeutet das eine deutliche Arbeitserleichterung.
An den von Bauerfeind gelieferten Fräseinlagen wird in der Zentrale lediglich noch die Brandsohlenform beschliffen und der gewünschte Bezug aufgebracht , bevor die Einlage zur finalen Anpassung in die jeweilige Filiale geht. Dort nimmt ein Orthopädie(schuh)technikmeister die finale Anpassung in den Schuh des Patienten vor.
Und wie sind bislang die Rückmeldungen der Patienten? „Einige langjährige Kunden haben schon gefragt , warum wir von den bisherigen Weichpolstereinlagen auf Fräseinlagen umstellen, aber die Reaktionen waren durchweg positiv. Weil die Versorgung eben so individuell ist – das spürt der Patient ja. Und genau das freut übrigens auch die Ärzte, denen ich das System bereits vorgestellt habe“, berichtet der Orthopädietechnikermeister. Für hochwertige Einlagen seien die Kunden übrigens zunehmend bereit , Zuzahlungen zu leisten. „Wir bieten im Einlagenbereich ein Kassensegment basierend auf Rohlingen sowie ein Standard- und ein Premiumsegment , jeweils mit Fräseinlagen. Da kommt es dann darauf an, ob der Kunde ein Ein- oder Mehrschichtmodell oder beispielsweise mehr Auswahl bei den Bezügen etc. wünscht. Standard- und Premiumeinlagen machten in der Testphase 93 Prozent der Versorgungen aus. Das zeigt , dass die Entscheidung für Bodytronic ID:CAM genau richtig war!“

Weitere Informationen

Die Webanwendung Bodytronic ID:CAM ist im Internet unter
www.bauerfeind.com/idcam jederzeit verfügbar.

Bilder: Conny Kurz