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LumboTrain in der Physiotherapie: „Unsere Patienten wollen keine Chemie“

Andreas Stommels Patienten merken mit der LumboTrain einen Zugewinn an Stabilität.

Sechs Mitarbeiter beschäftigte Andreas Stommel, als er das Bonner Zentrum für Ambulante Rehabilitation gründete, heute sind es 60. Gestiegen ist auch die Zahl seiner Rückenpatienten – und deren Ansprüche. „Gut so!“, meint der Physiotherapeut.

Bauerfeind life: „Rücken“ ist das große Thema. Manche Patienten wissen auch schon, wie sie behandelt werden wollen. Nervt Sie das?
Andreas Stommel: Überhaupt nicht. Ich freue mich über jeden Patienten, der eine Vorstellung von seinem Krankheitsgeschehen hat. Was kann mir Besseres passieren, als jemand, der weiß, dass er zu viel sitzt und dass er sich zu wenig bewegt. Viele kommen schon mit dem Therapeutikum einer LumboTrain zu uns, verordnet von ihrem Hausarzt oder Orthopäden. Gut so. Die haben bereits einen passiven Support , auf dem wir aufbauen können.

Und zu einem aktiven Support wandeln?

Andreas Stommel: Das ist unser Ansatz in der Physiotherapie: das Zusammenspiel zwischen aktiven und passiven Maßnahmen. Eine Tandemlösung. Das können wir mit der LumboTrain sehr gut praktizieren. Die Patienten bewegen sich bei uns mit der Aktivbandage, klar! Natürlich gibt es auch Patienten, die wenig bewegungsaffin sind. Die legen sich mit der Erwartung einer Massage auf die Liege. Das ändert sich, wenn wir ihnen klarmachen, dass die Muskulatur Motor der Bewegung ist. Das Aufklärungsgespräch kostet Zeit , gehört aber auch zu unseren Aufgaben, so wie wir sie verstehen.

Wie hilft Ihnen die LumboTrain dabei?

Andreas Stommel: Die Patienten merken sofort den Zugewinn an Stabilität. Das motiviert sie. Und es schränkt sie nicht ein. Sie ist für jeden geeignet , ob Banker oder Friseurin. Und kompatibel für jede Situation.

Gibt es generelle Vorbehalte, was das Tragen einer Bandage angeht?

Andreas Stommel: Ich habe tatsächlich noch keinen erlebt, der sich negativ über die LumboTrain geäußert hat. Sie trägt ja überhaupt nicht auf mit ihrer filigranen, taillierten Struktur. Und sie wirkt. Unsere Patienten wollen keine Chemie. Und keine Nebenwirkungen. Mein Eindruck ist , dass die Menschen in diesem Bereich immer sensibler werden. Aber auch dankbar, wenn man auf sie eingeht und ihnen eine Alternative zu Schmerzmitteln aufzeigt. Ein LWS-Syndrom, eine Lumbalgie, eine muskuläre Insuffizienz der Wirbelsäule oder ein Bandscheibenvorfall, ob Prolaps oder Protrusion, kann bei jedem Patienten verschiedene Auswirkungen haben. Da müssen wir genau hinschauen, was individuell hilft. Aber nicht nur auf die Röntgenbilder. Wir behandeln Menschen und nicht Röntgenbilder.

Bilder: Bauerfeind, Klaudius Dziuk