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Praxisworkshop Knie in Kanada: Know-how für individuelle Passform

Wie muss die Orthese sitzen? Die Teilnehmer konnten die Produkte auch selbst ausprobieren …

Damit Orthesen und Bandagen bestmöglich wirken und Patienten sie zuverlässig tragen, müssen sie perfekt sitzen. Welche Möglichkeiten Bauerfeind-Produkte für eine patientenindividuelle Versorgung bei Knieverletzungen bieten, zeigte eine vom kanadischen Vertriebspartner Galien Anfang 2017 organisierte Roadshow in Vancouver, Toronto und Montreal.

Bei der bedarfsgerechten Adaption von Orthesen und der Maßversorgung mit Bandagen ist das orthopädische Know-how aller beteiligten Spezialisten gefragt. In anderen Worten: Die hohe Qualität der Produkte eines Herstellers zeigt sich in den Händen des Orthopädietechnikers oder Therapeuten, der sie an die Patienten anpasst. Diese Versorgungsexpertise zusammenzuführen und zu zeigen, wie sich mit den Orthesen und Bandagen von Bauerfeind die besten Ergebnisse bei der Versorgung von Kniepatienten erreichen lassen, war das Ziel einer Roadshow in drei Metropolregionen Kanadas. Während der gut besuchten Veranstaltungen stellte Orthopädietechnikmeister Dirk Schwager von der Bauerfeind-Akademie insgesamt mehr als 100 Kunden – darunter vielen Technikern und Therapeuten – Maßversorgungsmöglichkeiten für Knieverletzungen vor. „In Kanada haben wir im orthopädischen Bereich einen hohen Anteil an patientenindividuellen Lösungen“, erläutert Michael Heguy, Geschäftsführer der Galien Group. „Dementsprechend begeistert waren unsere Kunden von den ausführlichen Demonstrationen zum Anpassen der Orthesen und Ausmessen der Bandagen von Bauerfeind während der Roadshow.“

Wie muss die Orthese sitzen? Die Teilnehmer konnten die Produkte auch selbst ausprobieren und lernten, wie sie am Knie richtig angemessen werden.

 

Patientenindividuelle Adaption von Orthesen

Während der Veranstaltungen zeigte der Bauerfeind-Experte an einem Patienten, wie sich die Knieorthesen SecuTec Genu und SofTec Genu fachgerecht so an den Körper anmessen, anpassen und anlegen lassen, dass sie bei alltäglichen Bewegungen – vom Hinsetzen und Aufstehen bis hin zum Gehen – positionssicher sitzen. Dabei demonstrierte er ebenfalls, wie mühelos die vorgenommenen Einstellungen der Limitierung, der Schnellverschlüsse oder der Gurte während der Therapie bedarfsgerecht verändert werden können. Auch dass die Orthesen absolut alltagstauglich sind, ließ sich dabei leicht veranschaulichen: Der Patient kann sie ohne fremde Hilfe mit wenigen Handgriffen anlegen. „Das Besondere an der SecuTec Genu sind die zahlreichen integrierten Einstellmöglichkeiten, vor allem die einfache, werkzeugfreie Einstellbarkeit der Gelenke“, betont Steve Broad, BSc der Kinesiologie beim Sanitätshaus Kinemedics mit Hauptgeschäftssitz in Ottawa. „Auch das Verschlusssystem ist genial , damit ist diese Orthese mehr als leicht anzulegen“, ergänzt Joanne St. Pierre vom Orthesen-Spezialisten Equilibrum mit Sitz in Saint-Eustache.

Maßversorgung mit Bandagen

Weiterer Schwerpunkt der Roadshow waren die Versorgungsmöglichkeiten mit den Kniebandagen GenuTrain S Pro und ­GenuTrain. Neben einem umfassenden Seriengrößensystem gibt es diese Bandagen auch als Maßanfertigung. Die zugrundeliegende Flachstricktechnik, erlaubt es die verschiedensten Patienten mit einem ihrer Anatomie angepassten stabilisierenden Kompressionsgestrick auszustatten. Auch sehr große oder sehr kleine Patienten sowie Patienten mit Maßen, die eine Seriengröße nicht abdecken kann, erhalten so eine Versorgung, die bei Bewegung positionssicher sitzt.
Am Patienten zeigte Dirk Schwager, wie und auf welcher Höhe des Beins diese Knieprodukte angemessen werden und wie sich dabei die Maßbestellblöcke mit Messvorgaben nutzen lassen. Unter den Teilnehmern entwickelten sich rege Diskussionen zum Einsatz der Produkte anhand von Versorgungsbeispielen auch aus der eigenen Praxis. „Viele Läufer oder auch Radsportler haben vergleichsweise kleine Waden, dafür aber sehr stark entwickelte Oberschenkel. Wenn ich denen ein Standardprodukt gebe, das am Oberschenkel perfekt sitzt , dann passt es an der Wade überhaupt nicht“, schildert etwa CPO (Certified Prosthetist Orthotist) Carlo Berretta, stellvertretender Geschäftsführer des in Montreal beheimateten Sanitätshauses J.E. Hanger, seine Erfahrungen. „Wenn ich diese Sportler aber bei Knieproblemen mit einer maßangefertigten GenuTrain versorge, kann dies eine dauerhafte Lösung für sie sein. Sie tragen die Bandage, bis sich die Beschwerden gebessert haben, und legen sie dann beiseite. Wenn sie später eine weitere Knietherapie benötigen, können sie die gleiche Bandage einfach wieder anlegen.“

Optimale Versorgung erfordert gute Beratung

Bei Patienten, für die nur eine Maßanfertigung eine gute Lösung bieten kann, ist oft viel Einfühlungsvermögen und Beratung nötig, um sie vom für ihre Bedürfnisse richtigen Produkt zu überzeugen. „Die meisten Patienten, die zu mir kommen, wissen eigentlich nur, dass sie sich mit einer Orthese oder einer Bandage versorgen lassen sollen“, erläutert Joanne St. Pierre. „Ich muss ihnen zunächst ihre Verletzung genauer erklären und ihnen zeigen, was für Langzeiteffekte wir mit dem richtigen Produkt erreichen können. Gerade denjenigen, die große Beschwerden haben, empfehle ich nachdrücklich eine Maßversorgung, weil sich nur damit ein 100-prozentiger Effekt erreichen lässt.“ „Die Knieversorgung muss vollkommen passen, damit sie den Patienten so unterstützen kann, wie er es benötigt“, ergänzt Steve Broad. „Und wenn sie passt und bequem sitzt , dann tragen die Patienten sie auch, dann haben wir eine sehr hohe Compliance.“

Weitere Informationen

Im Videoportal video.bauerfeind.com zeigen Schulungsfilme das Anpassen von Orthesen und das Maßnehmen für Bandagen Schritt für Schritt.

Bilder: Racine Imagine